Stylish? Gerne. Aber bitte mit Stil!
August 30, 2006
Gefunden unter Frisuren
Lust auf einen neuen Kopf? Die neuen Frisurenlooks sind perfekt gestylt. Ob kurz oder lang – Hauptsache: trés chic!
Was kommt, was bleibt, was geht? Das sind die wahrscheinlich spannendsten Fragen, wenn es um Mode geht. Denn die macht es, dass wir uns immer wieder neu erfinden und dabei doch dieselben bleiben. Die Modesaison Herbst-Winter 2006/2007 lädt dazu mit besonderen Überraschungen ein. Da ist vor allem die Lust auf Glamour und Luxus, zum Ausdruck gebracht in einem eher subtilen Ästhetizismus. Und natürlich gibt es die Retrospektiven in die 60er und 70er. Diese Jahrzehnte haben den Lifestyle und mit ihm das gesellschaftliche Leben verändert wie wenig andere.
Ein neues Selbstbewusstsein prägt die Frisurenmode Herbst-Winter 2006/2007: Perfekt soll er sein, der neue Chic. Und das soll man auch sehen! Aufwändig gestylte Frisuren mit brillanten Farbeffekten bestimmen die Herbst-/Winter-Saison. Es geht um Stil und Styling. Um eine verblüffende Vielfalt unterschiedlicher Optiken. Die Bandbreite zeigt Abwechslung auf höchstem Niveau.
Barocke Opulenz, Modern Glam-Rock und eine androgyne Ästhetik sind die entscheidenden Stichworte für die neuen Damentrends.
Modische Anleihen dafür finden sich bei den Filmdiven, Fotomodellen und Popstars der 60er und 70er Jahre. Looks von Audrey Hepburn, Twiggy, den ABBA-Girls und Farah Fawcett werden kompromisslos modern im Zeitgeist des Jahres 2006 interpretiert. Und sehen unverschämt gut aus. Frisuren, die etwas hermachen. In jeder Situation. Zu jedem Anlass. Heute, morgen und übermorgen. Angemessen trendy in Job und Alltag, super-stylish für den abendlichen Auftritt in der Lounge oder im Szeneclub.
Vorbei die Zeiten von Irokesen und anderen Struwwelpetern. Stylish soll’s sein, rockig und unkonventionell. Im Männerbereich feiern wir das Comeback des Pilzkopfes. Die Frisur, die so unzertrennlich mit dem Namen der Beatles verbunden ist, erlebt gleich ein doppeltes Revival: Mann trägt sie in moderner Variante mit kurzen oder mit langen Haaren. Die starke Strukturierung macht den Haarschnitt flexibler und ganz unterschiedliche Stylings möglich. Die Konturen sind nicht mehr so exakt und hart geschnitten, sondern weicher und fransiger.
Kreischbunt war vorgestern. In punkto Farbe wird auf alles Knallige und Grelle verzichtet. Modische Akzente werden eher natürlich und dezent gesetzt. Es dominieren dunklere und gedeckte Brauntöne wie Ebenholz und Nougat. Im helleren Farbbereich geben Kupfer- und Rosenholznuancen den Ton an. Die Haarfarben der Saison betonen die Form und tauchen die Frisuren in einen edlen Glanz und ein herbstliches Leuchten.
Die neuen Kreationen sind so individuell wie die Kunden, die sie tragen. Dafür werden die Frisurenideen typgerecht umgesetzt. Bei den aufwändig gestylten Looks der aktuellen Herbst-Winter-Mode sind das Können und die Technik der Friseure deshalb besonders gefordert. Moderne Schnitte, professionelle Umformungen, innovative Colorationen und ein variables Styling lassen keine Wünsche offen. Wertvolle Tipps rund um Styling und Pflege gibt es bei den Profis im Salon.
Damenfrisuren und Make up: Die neuen Trends sind stylish, aber kein bisschen overstyled!

Androgyne Ästhetik setzt Akzente auf die andere Art.
So feminin kann ein Garçon-Schnitt sein. Vorbild: Das Supermodell Twiggy, die mit ihrem knabenhaften Kurzhaar die Modewelt am Ende der 60er Jahre verblüffte. Das kompakte Deckhaar, die starken Koteletten und der rund geschnittene Pony liefern die Grundform. Die androgyne Ästhetik wird durch weiche Linien gebrochen und bietet viele moderne Stylingmöglichkeiten. Die Haare schimmern im dunklen Ebenholz-Ton.

Der mondäne Auftritt sorgt für Aufsehen im Modewinter.
In seiner glatten Version wirkt der Garçon-Schnitt puristisch und markant. Für den großen Auftritt im winterlichen Modetheater wird er zur extravaganten Frisur, die alle Blicke auf sich zieht. Dafür werden Ober- und Hinterkopf toupiert und Halt in den Haaransatz geföhnt. Der Pony wird glatt anliegend in die Stirn frisiert. Als spezieller Farbeffekt kommt ein changierendes Kupfer-Blond zur Geltung. Mädchenhaft und mondän – die perfekte Lolita.

Barocke Formen für die pure Weiblichkeit.
Eine Frisur – zwei unterschiedliche Looks. Grundlage ist ein Schnitt in zwei Längen. Die Haare des Vorderkopfes reichen bis zum Kinn, die des Hinterkopfes bis weit über die Schultern. Heraus kommt ein opulenter Look, der mit barocken Formen und schwingenden Linien besticht. Wird das lange Nackenhaar hochgesteckt, entsteht eine voluminöse Bob-Optik in romantisch fließender Bewegung. Farbliches Highlight ist ein glänzendes Nougat-Braun.

Lange Mähne mit viel Bewegung und dem Glamour der 70er.
Derselbe Haarschnitt, ganz andere Looks. Diesmal inspiriert durch Lifestyle-Ikonen der 70er Jahre wie Farah Fawcett und ABBA-Sängerin Agneta. Der Mix aus Wellen und Locken, mal wild und mal elegant gestylt, zeigt Glamour und Luxus auf die sinnliche Art. Die Hochsteckfrisuren á la Audrey Hepburn wirken klassisch und apart. Farblich betont wird alles durch einen goldenen Rosenholz-Ton.

Smokey Eyes – mehr Chic beim Make up geht nicht.
Der neue Make-up-Look ist wie geschaffen für die Diven der Großstadt. Hinreißend, auffällig – und todschick. Zurückhaltung ist passé. Glamour ist angesagt! Aber eben dezent und stilvoll. Betont wird der Elfenbein-Teint durch eine dunkel gestaltete Augenpartie. Dazu braucht es tiefschwarze Wimperntusche und ebenso dunklen Kajal. Verschiedene Blautöne werden zu den Augenbrauen hin heller nuanciert. Lippen und Rouge treten farblich etwas zurück. Am Abend werden zusätzlich superlange künstliche Wimpern angelegt und das Augen-Make-up mit Glitzer aufgepeppt.
Herrenfrisuren: Der Pilzkopf hat Kultstatus und rockt im Zeitgeist des modernen Brit-Pops

Der Pilzkopf – eine Legende lebt.
Zu Weltruhm gelangte er durch die Beatles, die mit ihren Songs Rockgeschichte schrieben und ganz nebenbei die Männermode revolutionierten. Moderne Brit-Pop-Bands wie „Franz Ferdinand” und „Kaiser Chiefs” verhelfen dem neuen Pilzkopf-Look zu aktuellem Kultstatus. In der kürzeren Version lockern weichere Übergänge, schlankere Seitenpartien und ein mit dem Razor stark strukturierter Hinterkopf die kompakte Form auf.

Stilsicher und ausdrucksstark im Dresscode der Neo-Mods.
Längere Haare sind auch weiterhin ein wichtiges Thema in der Männermode. Die längere Variante des Pilzkopfes folgt somit nur der Logik der Mode. Und das absolut stilsicher im Dresscode der trendbewussten Neo-Mods. Es bleibt die kompakte Form des Vorderkopfes, die Haare werden je nach Länge mit der Schere stark durchgestuft. Ausdrucksstark auch hier die Färbung: Die Ansätze werden dunkler coloriert, der Oberkopf partienweise aufgehellt.

Rockige Frisuren treffen sicher den Zeitgeist.
Der längere Pilzkopf wirkt rockiger, spiegelt den rebellischen Geist jener Zeiten wider. Rockbands wie Oasis lassen ihn wieder aufleben. Seine provokante Lässigkeit trifft sicher den aktuellen Zeitgeist. Die kompakte Ponypartie ist symmetrisch geschnitten, die Koteletten sind breit, weich und fransig. Der Strukturschnitt macht moderne Stylings möglich. Auch hier ist der Haaransatz dunkler gefärbt, während Längen und Spitzen heller akzentuiert werden.
Frisurenmode für den Herbst und Winter 2006/2007 – die Macher:
Das Modeteam des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks entwirft zweimal im Jahr die aktuellen Trends der Saison. Die Modelinien Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter umfassen nicht allein innovative Frisurenideen, sondern auch trendsichere Make up-Kreationen. Grundlage dafür ist ein ganzheitliches Konzept, das Kreativität und Pflege vereint. So werden Schönheit und Wohlbefinden in Einklang gebracht. Die Kreateure des ZV-Modeteams: Bastian Bärenfänger, Nicole Bielicki, Erwin Haberl, Ralf Henn, Kerstin Jochum, Jo Lorenz, Klaus Dieter Kaiser (Kreativ Director Herrenfach), Erhard Plaschke, Matthias Scharf, Antonio Weinitschke (Kreativ Director Damenfach). Die Gesamtleitung hat ZV-Art Director Franz-Josef Küveler.
Fotos & Quelle des Artikels: Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks
Fotograf: Gabriel Dimanos, Köln