Jean-Michel Faretra, Haartrends für Herbst/Winter 2006
Sanftheit, Reinheit, Kindlichkeit – Star-Hairstylist Jean-Michel Faretra interpretiert für Herbst/Winter 2006/2007 das Flair einer unschuldigen Weiblichkeit. Fließende Stoffe in Nuancen von Naturweiß bis Champagner, brave, hochgeschlossene Schnitte, Spitze, Chiffon, Häkelstoffe wie aus einer anderen Zeit. Eine kräftige Prise Erotik bekommt der Nostalgie-Look mit einem kindlich-frechen Hairstyle. Für diesen Winter setzt Faretra einmal mehr auf den Bob und “falsche” Kurzhaareffekte mit extrem durchgestuften Schnitten, die den Kopf betont klein wirken lassen. Ein subtiler Touch von Sophistication, macht diese Schnitte so unwiderstehlich. Mit dem neuen Look sucht Faretra die noble Blässe des Teints und unterstreicht sie durch extrem helle Blondtöne. Für den verwirbelten, leicht zerzausten Look und eine scheinbar unordentliche Frisur eignen diese sich besonders, denn sie verleihen dem Haar natürliche Sanftheit. Trend-Styling – stark und zart zugleich.



Der Schnitt
Faretra präsentiert drei Variationen eines im gesamten Haarbereich stark durchgestuften Schnitts. Strähne für Strähne geschnitten, erlaubt es dieser Schnitt individuell Volumen zu setzen – je nach dem natürlichen Fall des Haares. Version mit langem Nackenbereich: Ein Spiel mit Längen für einen asymmetrischen, “falschen” Kurzhaareffekt, bei dem der Pony eine wesentliche Rolle einnimmt: er dient als Basis für den Schnitt, alle anderen Partien richten sich nach ihm aus.
Bob-Version: Ein runder, hoch über den Augenbrauen geschnittener Pony als Orientierungspunkt für die durchgestuften oder effilierten Strähnen rundherum. Kurzhaar-Version: Die längeren Haarpartien sind zugunsten eines am Oberkopf konzentrierten Volumens verschwunden.
Die Farbe
Für dieses wunderbare, fast Weiß wirkende Blond wird der dunkelblonde Naturton mit Blondor Creme Powder blondiert und dann mit einer Pastellton-Coloration von Koleston Perfect veredelt. So entsteht dieser transparente, zart-pudrig-pastellige Platin-Ton, der je nach Frisierrichtung mehr und weniger hell leuchtet und das besondere Flair dieses Looks ausmacht.
Das Styling
Für das Basisstyling wird die Zwei-Phasen Gel-Creme SP Jelly Stripes mit den Fingern in das Haar eingearbeitet. Jede Strähne wird zunächst gestylt, um dann in gekonnter und nur scheinbar zufälliger Unordnung platziert zu werden – je nachdem, ob man die lange, die volumige oder die asymmetrische Styling-Variante bevorzugt. Um den “zerzausten” Effekt zu betonen, werden einige Strähnen mit den Fingern und System Professional Silk Fiber nachgearbeitet.
Informationen über Jean-Michel Faretra
Jean-Michel Faretra ist der extrovertierte Experte für Schnitt und Farbe. Seine Techniken sind ungewöhnlich und auffällig, sein Stil sehr modern. Er liebt das kreative Zusammenspiel von Farbe, Form und Volumen und begeistert eine immer größer werdende Fangemeinde. Gemeinsam mit Klaus Peter Ochs hat er einen Salon im Herzen von Paris eröffnet, der sich peu á peu zum Promitreff schlechthin entwickelt.
Fotos: Jules Egger