Kundenmanagement als Schlüssel zum Salonerfolg
Juni 12, 2007
Gefunden unter Wirtschaft
In kaum einer anderen Berufsgruppe wird so intensiv ausgebildet wie im Friseurhandwerk. Gut so. Denn das Wohl der Friseurunternehmen hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab. Deren Qualitätsleistungen lassen den Erfolg im Salon Realität werden. Keine leichte Aufgabe. Schließlich wird direkt am Kunden gearbeitet. Genau hier setzt der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) mit seiner Reform des Ausbildungssystems an. Der Umgang mit dem Kunden, die Kommunikation mit dem Kunden – das Alles soll zu einer Schwerpunktaufgabe in der Ausbildung werden. Unter dem Begriff „Kundenmanagement” werden künftig all diejenigen Qualifikationen zusammengefasst, die dafür besonders wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel: ein kunden- und dienstleistungsorientiertes Verhalten, die professionelle Beratung, der Produktverkauf oder auch Aspekte des Friseurmarketings. Ein erfolgreiches Kundenmanagement erfordert ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz, an sozialen Kompetenzen und an kommunikativen Fähigkeiten. Die Auszubildenden von morgen werden diese zukunftsweisenden Qualifikationen und die anderen Kernkompetenzen wesentlich stärker ausbilden müssen als die jetzigen.
Anspruchsvolle Ausbildung: In Zukunft sollen fachliche Spezialisierungen zu den klassischen und modernen Friseurdienstleistungen hinzu kommen.
Aber damit nicht genug: Der Zentralverband will das Ausbildungssystem noch weiter optimieren. „Flexibilisierung” ist das Zauberwort. Die anspruchsvolle Ausbildung im Friseurhandwerk wurde marktorientiert weiterentwickelt. Das heißt vor allem: Das Berufsbild wird auch künftig alle klassischen und modernen Friseurdienstleistungen, die zu einem Rund-um-Service für Haut und Haar gehören, umfassen. Gleichzeitig werden aber fachliche Spezialisierungen ermöglicht, die es dem Friseurunternehmer leichter machen, Nachwuchskräfte für das eigene Salonkonzept auszubilden. Dafür wird die Lehrzeit in eine Grundausbildung, in der die umfassenden Basisfertigkeiten vermittelt werden, und in eine Fachausbildung, die spezielle Schwerpunkte setzt, unterteilt werden. Ergo: Generell wird künftig auch weiterhin eine breite Dienstleistungspalette den Friseurberuf ausmachen. In der Praxis allerdings wird der Friseurunternehmer mehr Freiheit besitzen, die Ausbildung auf das konkrete Dienstleistungsangebot seines Salons auszurichten. Zum Beispiel in Bereichen wie: Pflegende Kosmetik, Coloration, Frisier- und Finishtechniken, Nageldesign oder Haarverlängerung. So kann er mit einer bedarfsgerechten Nachwuchsarbeit seinen Unternehmenserfolg langfristig sichern. Aber auch die Auszubildenden profitieren von der Reform: Mit den Wahlqualifizierungen können spezielle Talente von Auszubildenden besser individuell gefördert und so Karrierewege eröffnet werden. Die neue Ausbildungsordnung soll im August 2008 in Kraft treten.
Quelle: ZV des deutschen Friseurhandwerks