In Sachen Ausbildung sind Friseure Spitzenreiter
Juni 9, 2008
Gefunden unter Friseur
Seit vielen Jahren gehört das Friseurhandwerk zu den beliebtesten Ausbildungsberufen und die Friseurunternehmen zu den engagiertesten Ausbildern in Deutschland. In 2007 wurden insgesamt 17.809 neue Verträge abgeschlossen – ein sensationelles Plus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das obwohl die Entwicklung am Friseurmarkt weiterhin von der Konsumzurückhaltung geprägt war. Deutschlandweit erlernten 40.452 junge Menschen den Friseurberuf. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich damit insgesamt um 1,8 Prozent. In Sachen Ausbildung bleibt das Friseurhandwerk ein Spitzenreiter: Unter den zehn lehrlingsstärksten Handwerksberufen steht die Branche seit vielen Jahren unangefochten auf Platz 2.
„Qualifizierte Fachkräfte sind eine unentbehrliche Ressource für den unternehmerischen Erfolg im Friseurhandwerk. Denn: Anders als in den meisten Dienstleistungsberufen werden hier keine standardisierten Produkte angeboten, sondern kundengerecht individualisierte Dienstleistungen”, erklärte Andreas Popp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) auf der diesjährigen ZV-Mitgliederversammlung in Rostock. „Die Zukunft der gesamten Branche und jedes einzelnen Betriebs hängt deshalb auch von einen erstklassigen Aus- und Weiterbildungssystems ab. Die Qualität der Berufsbildung muss in allen Bereichen stimmen. Sie ist der Grundpfeiler für den Fortschritt. Für Berufseinsteiger bietet die Friseurbranche deshalb eine anspruchsvolle Ausbildung und interessante Entwicklungsperspektiven.”
Der Zentralverband entwickelt die Berufsbildung kontinuierlich weiter. Ziel ist es dabei, die Leistungsfähigkeit der Branche dauerhaft auf ein solides Fundament zu stellen. Ein gutes Beispiel dafür ist die jüngste Modernisierung der friseurhandwerklichen Ausbildung. Die neue Ausbildungsordnung verbindet eine pragmatische Marktorientierung mit einem umfassenden Qualifikationsprofil und wird im August 2008 in Kraft treten. Im Mittelpunkt stehen die Kernkompetenzen „Haarschnitt”, „Farbe”, „Umformung” und „Styling”. Also genau jene Dienstleistungen, die in den Salons am häufigsten nachgefragt werden und daher von großer Relevanz für die Geschäftsentwicklung sind. Einen neuen Schwerpunkt setzt sie beim Themenkomplex „Kundenmanagement und Service”. Gleichzeitig wird die Ausbildung künftig flexibler. Die Novelle wird den Unternehmen ermöglichen, die Ausbildung des Nachwuchses am eigenen Salonkonzept auszurichten, aber auch individuelle Talente besser zu fördern. Daneben ist mit der neuen Fortbildung „geprüfte(r) Colorist(in)” ein weiteres Zukunftsprojekt erfolgreich umgesetzt worden. Die Fortbildungsprüfung qualifiziert bereits ausgebildete Friseure für sehr anspruchsvolle Colorationsaufgaben und ist die erste staatlich anerkannte Qualifizierung dieser Art. Friseure können damit ihre Kompetenz in Sachen Haarfarben weiter vertiefen und sich zum zertifizierten Farb-Experten fortbilden. Weitere Modernisierungsprojekte werden folgen: so die Neuordnung der überbetrieblichen Unterweisung, die Reform der Meisterprüfung und zusätzliche marktorientierte Fortbildungsangebote beispielsweise im Bereich „Service und Salonmanagement”.
Quelle: ZV des deutschen Friseurhandwerks