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Haarausfall nach der Chemotherapie

Oktober 13, 2008  
Gefunden unter Gesundheit, Haarausfall, Hairblog

Diagnose Krebs – ein Schock für jeden Menschen dem diese Diagnose gestellt wird. In Deutschland erkranken jährlich über 300.000 Menschen an Krebs. Mehr als die Hälfte, der an Krebs erkrankten Personen, werden Opfer dieser heimtückischen Krankheit. Ärzte haben bis heute keine zuverlässige Behandlungsmethode zur Heilung von Krebs gefunden. Inzwischen werden sehr viele alternative Behandlungsmethoden angeboten, allerdings wird in fortgeschrittenen Stadien letztendlich meist auf die konservative Methode, die Chemotherapie, zurückgegriffen.

© cleomiu – Fotolia.com

Haarausfall bei Frauen nach einer Chemotherapie

Die Chemotherapie ist eine der radikalsten Methoden um den Krebs zu bekämpfen. Bei der Chemotherapie wird mit chemischen Mitteln versucht, die Tumorzellen anzugreifen und sie zu vernichten. Neben dem Tumor werden allerdings auch gesunde Zellen bei dieser Methode geschädigt. Durch die Chemotherapie treten bei den Patienten unterschiedliche Nebenwirkungen wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Übelkeit und Erbrechen auf. Die meisten Patienten, besonders Frauen, fürchten sich allerdings vor dem Haarausfall durch die Chemotherapie.

Haarausfall gilt als eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Chemotherapie. Zu welchem Zeitpunkt der Haarausfall beginnt ist allerdings von Person zu Person anders. Bei manchen Patienten tritt der Haarausfall einige Wochen nach Behandlungsbeginn auf, in seltenen Fällen fallen die Haare nach und nach aus. Vom Haarausfall können alle Stellen des Körpers betroffen sein. Zwar wächst das Haar einige Wochen bzw. Monate nach der Chemotherapie wieder nach, allerdings ist die Zeit bis es soweit ist, besonders für Frauen, eine sehr schwere Zeit. Da ist auch die Tatsache, dass das Haar nach der Chemotherapie, in manchen Fällen, sogar dichter nachwächst als zuvor nur ein schwacher Trost für den Betroffenen.

Was kann man während der Chemotherapie für seine Haare machen?

Wie bereits erwähnt, ist es insbesondere für Frauen eine große Herausforderung mit dieser einschneidenden Veränderung ihres Erscheinungsbildes umzugehen. Für manche Frauen bedeutet der Verlust ihrer Haare gleichzeitig den Verlust ihrer Weiblichkeit. Doch was können betroffene Frauen in dieser schweren Zeit tun um ihr Selbstvertrauen nicht vollkommen zu verlieren. Der Wirkstoff Aminexil hilft zum Beispiel als Serum für die Kopfhaut, den Haarwurzeln beim Verankern der Haare. Eine Intensiv-Behandlung über 6 Wochen mit je 42 Stück Ampullen kann hier unter umständen zu einem kleinen Etappen-Sieg gegen den Haarausfall führen. Trotzdem ist es ratsam auch hierzu den zuständigen Arzt um Rat zu fragen. Es gibt allerdings auch ganz einfache Methoden, mit denen man versuchen kann den Haarausfall zu vermeiden bzw. ihn langsamer voranschreiten zu lassen, wenn man sich spezielle Behandlungsmethode kaufen oder leisten kann. Man sollte zum Beispiel zur Haarpflege nur milde Shampoos verwenden und alle Arten von Haarkosmetika vermeiden, vor allem Haarfarben. Zudem sollte man heißes Föhnen unterlassen, da dies die Haare ebenfalls stark belastet. Nach dem Haare waschen, diese nicht trocken frottieren wie man sonst so gerne macht, sondern lieber mittels saugstarken Mikrofaser Handtuch ganz sanft mit leichtem Druck abtrocknen.

Eine Perücke während der Chemotherapie

Doch auch Frauen, die mit diesen Maßnahmen versuchen den Haarausfall zu reduzieren, sollten für den Fall der Fälle gerüstet sein. Patientinnen sollten rechtzeitig darüber nachdenken, ob sie im Fall des Haarausfalls eine Perücke, einen Hut, eine Mütze oder ein Tuch auf dem Kopf tragen wollen. Eine Perücke während der Chemotherapie gibt es mit Kunst- und Echthaar. Letztere werden per Hand geknüpft. Diese sind zwar sehr teuer, sehen aber verblüffend Echt aus. Sollte die Entscheidung auf eine Perücke fallen, so sollte diese rechtzeitig ausgewählt werden. Am besten sollte man schon vor Beginn der Chemotherapie einen Friseur aufsuchen, der auf Perücken spezialisiert ist. Bei einer medizinischen Qualitätsperücke ist kaum ein Unterschied zu natürlichem Haar erkennbar. Die Kosten für eine Perücke übernimmt, in diesem Fall, die Krankenkasse entweder ganz oder zumindest teilweise. Allerdings entscheiden sich auch immer mehr Frauen, statt einer Perücke für elegante Mützen oder Tücher und stehen dazu, übergangsweise, keine Haare zu habe. Auf jeden Fall gilt, dass sich die Patientinnen umso wohler fühlen, je zufriedener sie mit ihrem Aussehen sind. Da der Haarausfall den ganzen Körper betrifft, sind auch die fehlenden Wimpern und Augenbrauen besonders auffällig. Hierfür vermitteln Krebsberatungsstellen sogenannte Kosmetik-Kurse wo Frauen individuelle Tipps und Anleitungen für ein attraktives Äußeres bekommen.

Auch wenn es für all jene die es aktuell nicht betrifft leicht von den Lippen kommt, egal für welche Heilmethode man sich entscheidet, bei einer Sache sind sich alle Ärzte einig: „Positiv zu denken, hat noch niemand geschadet!“.

Fühlen Sie sich durch unseren Artikel persönlich angesprochen oder möchten Sie Ihre Erfahrungen zum Thema Haarausfall und Chemotherapie gerne mit anderen teilen, die ebenfalls so wie Sie unseren Artikel lesen? Dann kommentieren Sie diesen Beitrag mittels dem Kommentarfenster am Ende des Beitrags. Andere Betroffene freuen sich mit Sicherheit über jeden gutgemeinten Tipp!

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Kommentare

6 Rückantworten zu “Haarausfall nach der Chemotherapie”
  1. gerd sagt:

    Meine Frau hatte auch Krebs. Nach der Chemo fielen auch ihr die haare aus. Aber es war nicht wirklich schlimm. Sie hat den Krebs besiegt. Gott sei dank

  2. Elfi sagt:

    nach der ersten 3 tägigen Chemotheraphie,etwa 7 Wochen nachher,verlor ich meine Haare fast zur Gänze, dabei hatte ich wahnsinnige Kopfhautschmerzen und ich konnte meine Haare nicht anfassen, denn jedes Haar verursachte tolle Schmerzen.

    Kann mir jemand etwas dazu sagen, ob er dieselben Schmerzen ertragen musste und wie lange diese Schmerzen anhalten? Ich wäre sehr dankbar!!
    Nov.2008 Elfriede

  3. Carina sagt:

    Ich hatte keine Schmerzen.
    Als ich die Haare verlor, war das schrecklich. Was oben steht, stimmt. Ich hab mich gefühlt, als wäre ich kein Mädchen mehr. Es ist sehr schwer damit umzugehen, vorallen weil es etwas ist, was du schlecht verstecken kannst. Ich trug Kopftücher, weil wenn ich eine Perücke getragen hätte, wäre ich mir so vorgekommen, als würde ich nicht dazu stehen. Als würde ich mich schämen, oder so. Jetzt, 1 einhalb Jahre nach der Chemo, sind meine Haare wieder gewachsen. Doch so lang wie früher, sind sie immer noch nicht. Mittlerweile kann man nicht mehr erkennen, wie kurz sie mal waren, aber es war nicht leicht zu warten. Das ist die größte Geduld, der ich mal ausgesetzt war bzw. noch bin. Ich wünsche es keinem. Vielleicht, ein kleiner Tip, an diejenigen, denen es gerade erst passiert ist oder wieder: Schreibt Tagebuch!

  4. marie sagt:

    omg ; ich bin 16 & hab krebs.. -.- ; morbus hodgkin.. mmh chemo hat noch nicht angefang.. aber ich werd sterben.. meine haare sind sehr lang .. & ich geh noch zur schule .. & diese leute dort koennen alle sehr fies sein :o

  5. Joanna sagt:

    Hey Marie,
    ich bin zwar “schon 34″ und weiß erst seit 2 Tagen, dass ich Krebs habe, aber ich mach mir auch so meine GEdanken, wie das mit den HAaren sein wird. ich will mit meiner Schwester noch bevor mir die HAare ausfallen Friseur spielen und am Ende den Rasierapparat schwingen. ich denke, dass das leichter ist, als den Haaren beim Herausfallen zuzusehen. ich kann das wirklich gut nachempfinden, wie schwer das für dich sein muss vor allem in der Schule, aber versuch den Spieß umzudrehen, wenn du mit der “neuen Frisur” gut umgehen kannst, wer will dir dann was erzählen? ich jedenfalls werde jetzt zur krassen Hip-Hop-Braut, Haare auf 1mm rasiert, Kapuzenpulli und Baggy-Pants – da soll sich einer trauen ;o) Jetzt muss ich nur noch ne coole Mütze für den Sommer finde, die mein neues Outfit unterstreicht…
    Ich fürchte, mein Optimismus wird vielleicht nicht helfen und vielleicht liege ich selbst in 2 Monaten heulend auf dem Bett, aber für den Moment gibt es mir ein gutes Gefühl in der doch ziemlich beschissenen Situation. Also Kopf hoch! du wirst ganz andere Dinge im nexten Jahr schaffen. Gruß

  6. Meine Frau hatte Brustkrebs, während der Chemotherapie (mit 1 Jahr Herceptin-Infusionen, jetzt noch 4 Jahre Femara-Tabl.) fielen ihre Haare aus, wuchsen danach aber wieder sehr schön. Jetzt, fast 2 Jahre nach der Operation, fangen ihre Haare wieder an auszufallen. Sie leidet natürlich sehr darunter, bis zu beginnender Depression. Ärzte natürlich hilflos, auch Dermatologe kann nicht helfen. Kennt jemand Ähnliches? Und weiß jemand Hilfe?

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