Verliert L’Oréal Professionnel in Frankreich an Boden?
November 27, 2008
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Über die vielen Jahre hinweg, war eines immer klar. L’Oréal ist die „Nummer 1“ in Frankreich, wenn es um exklusive Haarkosmetik im Bereich Friseur geht. Laut dem Artikel von Astrid Wendlandt, dürfte L’Oréal gerade auf diesem sicheren Terrain in den letzten Monaten an Boden verloren haben. Der Grund? Friseure tendieren zu den billigeren Alternativen der Firmen Schwarzkopf und Wella, welche im Einkauf billiger sind. Derzeit ist es noch zu früh um in diese Richtung tatsächlich Prognosen abzugeben, ob dieser Trend wirklich anhält, aber gerade in Paris der Hochburg des weltgrößten Kosmetikkonzerns, spürt L’Oréal diesen Druck. Es besteht hier anscheinend akut Handlungsbedarf.
Dominique Garret, Besitzer eines Top-Friseursalons in der Nähe des „Arc de Triomphe“ in Paris, ist erbost über die Kunden-Politik bei L’Oréal: „L’Oréal ist so mächtig, das Unternehmen hatte in der Vergangenheit den Friseuren soviel auferlegt, dass manche Friseure so wie ich, aus diesem Grund zu Wella wechselten. Wella und Schwarzkopf haben L’Oréal, auf jeden Fall Friseure weggenommen – so viel ist sicher!“
Friseure gehören zu den wichtigsten Kunden
Obwohl der Verkauf von Kosmetika an Salons, bei L’Oréal nicht mehr als 15 Prozent des Gesamt-Umsatzes ausmacht, so darf man diese Schiene im Bezug auf Hersteller Branding nicht außer Acht lassen. Der Kunde geht in den Salon, lässt sich die Haare verschönern und sieht, dass sein Friseur mit L’Oréal arbeitet. Dies sorgt für Vertrauen in den Hersteller. Auch wenn der Konsument keine High-End-Class Produkte direkt im Salon kauft, so wird dies seine Entscheidung im Supermarkt bei der Wahl des Shampoos erheblich beeinflussen. Er wird höchst wahrscheinlich zu einem Produkt von L’Oréal greifen, weil sein Friseur eben mit genau dieser Marke als Profi arbeitet.
Die professionelle Schiene ist ebenfalls wichtig für das Image der Unternehmen. neue Produkte lassen sich perfekt über den Friseur testen. Beide Unternehmen, Wella und Schwarzkopf, behaupten laut dem Artikel in Frankreich mehr und mehr an Boden zu gewinnen. Wella zog, angeblich im September 2008, einen dicken Fisch an Land und gewann die “Michel Dervyn group” als Partner für sich. Dahinter steckt eine Gruppe mit 270 Salons, inklusive dem bekannten „Alexandre de Paris“.
Katharina Hoehne, Chefin der Schwarzkopf Professional Abteilung in Frankreich, zeigte sich gegenüber Reuters ebenfalls optimistisch, was den Zuwachs an Neukunden bei Friseursalons angeht. Auch L`ORéal spricht von Zuwachs bei Salons, die zuvor bei der Konkurrenz unter Vertrag standen.
Jean-Claude Biguine, dem Besitzer einer großen Salon-Kette in Frankreich, meint: „Für uns gehören Produkte aus dem Hause L’Oréal noch immer zu den Innovativsten, die der Haarkosmetik Markt zu bieten hat!“
Wir von Hairblog.eu glauben, dass die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte liegt. Wir meinen:
„Die derzeitige Wirtschaftskrise verunsichert fast alle Konsumenten, auch wenn diese im Moment noch das Geld haben um wie gewohnt alle 4-6 Wochen zum Friseur zu gehen, so werden viele diesen Termin um ein paar Wochen mitunter hinauszögern. Für den Friseurkunden, mag ein Ausgedehnter Besuchsintervall beim Friseur kein so großes Problem darstellen. Für den Friseurbetreiber jedoch sehr wohl, sicher nicht wegen einem Kunden, aber bei 50 Kunden oder mehr, würde diese Entwicklung einen hohen Verlust bedeuten. Davon wären dann wiederum Friseurbedarf Geschäfte betroffen und natürlich die Industrie selbst, da die Friseure weniger Kosmetika kaufen.“
Den kompletten Artikel in Englisch, gibt’s unter folgendem Link:
http://in.biz.yahoo.com/081112/137/6z136.html
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